Über

Hallo ihr Lieben,

ich bin Patricia, 18 Jahre alt und in 5 Tagen geht's für mich so ein paar tausend Kilometer weit weg, auf die Fidschi Inseln, wo schon eine bestimmt ganz liebe Gastfamilie, sowie die Lautoka Ahndra Primary School auf mich warten.

Ich bin wahnsinnig aufgeregt, was mich dort so erwartet und möchte meine Erlebnisse gerne hier -wenn ich dort halbwegs gutes Internet hab- mit meiner Familie, meinen Freunden und allen anderen neugierigen Menschen teilen.

Ich halte euch -wenn ich mich nicht verflogen hab- auf dem Laufenden

Ganz liebe Grüße,

Eure Patti  

 

 


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Blog

Nur noch ein paar Tage Fijitime

Hallo ihr Lieben,
endlich habe ich wieder Zeit, euch ein wenig zu schreiben
In der letzten Woche waren wir am Sonntag bei einem Verwandten meiner Gastmama und seiner Familie "Vatertag" feiern -Vatertag ist hier nämlich im September.
Nachdem ich am letzten Wochenende dann auch einige Souvenirs eingekauft habe -ohne darüber nachzudenken, wie viel in meinen Koffer reinpasst :D- bin ich heute dabei, ein bisschen auszusortieren, welche Dinge ich hier lassen könnte, bevor ich am nächsten Samstag nachhause fliege.
Am Freitag war leider mein letzter Schultag und ich habe der Schule einige meiner Musik- und Englischbücher geschenkt, über die sich die Schulleitung auch sehr gefreut hat Es war ein seltsames Gefühl, mich dort zu verabschieden, in der Zeit, die ich hier verbracht habe, habe ich sowohl die süßen Kinder als auch viele Lehrer wirklich ins Herz geschlossen und ich bin wirklich traurig, dass ich ersteinmal "Goodbye" sagen muss, ohne zu wissen, wann ich das nächste Mal die Möglichkeit habe, zurückzukommen. Dass ich zurückkomme, steht für mich fest, spätestens 2017 zur Hochzeit der Tochter meiner Gastfamilie Fidschi ist für mich mein zweites Zuhause geworden und ich werde all die wundervollen Menschen und natürlich auch die anderen Freiwilligen aus der ganzen Welt unglaublich vermissen! Besonders Shannon aus Wales, die für mich hier in den letzten 5 Wochen eine wirklich gute Freundin geworden ist. Sie ist gestern nachhause geflogen und der Abschied am Freitag war wirklich traurig. Und dann ist da Fleur aus Holland, mit der ich mein Zimmer teile. Wir haben uns in den letzten eineinhalb Monaten, die sie hier ist, auch gut angefreundet und ich werde auch sie sehr vermissen.
Wenn ich jetzt so darüber nachdenke und schreibe, merke ich richtig, wie viel ich hier in den letzten Monaten gewonnen, gelernt und erlebt habe und wie wichtig und vertraut mir Menschen geworden sind, die ich davor noch nie gesehen habe. Aber nun möchte ich erstmal nicht weiter über meine Abreise nachdenken, sondern die restliche Zeit hier noch genießen.
Morgen geht es für mich in die Hauptstadt Suva. Dort möchte ich bis Dienstag die Regierungsgebäude besichtigen, ins Fiji Museum und die schönen Gärten und Parks ansehen -und vielleicht ein bisschen shoppen :D
In den letzten Tagen muss ich dann meine Flüge bestätigen, ein paar Unterlagen ausfüllen und gehe noch zur Schule, in der die Ferienschule stattfand, um mich dort zu verabschieden
Bevor ich jetzt mein Chaos aus leeren Duschgeltuben, Sonnencreme und Handtüchern aufräume, möchte ich euch noch schnell von einem Krankenhausbesuch in der letzten Woche erzählen:
Wir besuchten Nikita, eine Kollegin meiner Gastmutter -von der Sunshine Special School- und ihr neugeborenes Baby. Das war natürlich total süß und als ich es im Arm hatte und es mich angelächelt hat, konnte ich mich kaum einkriegen :D Aber das eigentlich richtig Spannende war das Krankenhaus selbst. Die Babystation lag hinter einer Tür, durch die ich sonst wohl nie im Leben gegangen wäre, weil ich nicht gewusst hätte, ob ich dort heil wieder raus komme :D Auf der Station selber standen reihenweise Betten auf dem Flur -Privatsphäre hatten die Frauen hier nicht. Als ich dann aber in den nächsten Gang schaute und eine Katze gemütlich über den Flur lief, wusste ich auch, dass nicht nur Privatsphäre, sondern auch richtige Hygiene hier nicht wirklich groß geschrieben wurde. Für die anderen Besucher schien das total normal, nur Fleur, Olivia (eine Neue aus Kanada) und mir hat das wirklich zu denken gegeben. In dem Bett neben Nikita lag eine Frau, die im Gegensatz zu allen anderen Frauen ganz alleine mit ihrem Baby dort lag und die ich von vornherein als sehr jung eingeschätzt hab. Als ich allerdings von Pushpa (einer Freundin meiner Familie) auf dem Nachhauseweg erfahren habe, dass das Mädchen 15 ist, keine richtige Familie hat und das Kind auch keinen richtigen Vater, war ich schon ziemlich schockiert und auch ziemlich traurig. Ich hoffe einfach, dass sich dort im Krankenhaus jemand gut um sie kümmert
Kurz vor meinem Abflug melde ich mich ganz sicher nocheinmal bei euch, erzähle euch von meinen letzten Erlebnisse hier am anderen Ende der Welt und dann zeige ich euch ganz ganz viele Bilder, wenn ich wieder da bin
Alles Liebe und fühlt euch gedrückt
Eure Patti

13.9.15 01:34, kommentieren

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"I get only 10 FD per week, but that's enough, because I really love my work!"

Hallo ihr Lieben,
mittlerweile sind die Ferien hier zuende und der normale Unterricht an der Andhra Primary School geht weiter. Dort unterstütze ich nun in meinen letzten drei Wochen hier auf Fidschi die lernschwächeren Kinder in Englisch. Die "Holiday School" endete letzte Woche Donnerstag nach einem Sporttag mit Staffellauf, Fußball, Volleyball, Hockey und Zumba. Einige Kinder haben selbstgebackenen Kuchen oder Kekse mitgebracht und wir haben uns im Rahmen einer kleinen "Klassenparty" verabschiedet. Die Kinder haben noch in meinem Buch unterschrieben und nach vielen Umarmungen und Fotos ging es dann für uns in den Feierabend. Da die meisten Kinder zur Central Primary School Lautoka gehen, wo auch die Ferienschule stattfand, werde ich, bevor ich nachhause fliege, auf jeden Fall nocheinmal dort "Tschüss" sagen
Am Freitag hatten wir dann unseren "Community Day" mit allen Freiwilligen im Namaka Methodist Kindergarten. Dort räumten wir das Büro auf, sortierten Bücher, strichen den Spielplatz und die Tische und unterhielten uns mit der Leiterin des Kindergartens, die uns erzählte, dass diese Arbeiten schon seit 28 Jahren nicht mehr gemacht wurden und sie sehr glücklich ist, dass wir alle ihr helfen. Das Ergebnis war super: Draußen war alles bunt gestrichen, repariert und drinnen waren alle Regale sortiert, gesäubert und alle Tiere, die sich vorher noch zwischen den verstaubten Büchern versteckt hatten, haben die Flucht ergriffen :D Die Leiterin des Kindergartens war wirklich eine beeindruckende Frau, sie erzählte uns, dass sie 10 FD (das sind etwa 5 Euro) pro Woche verdient, aber so viel Freude an ihrer Arbeit hat, dass sie "die glücklichen Kinder mit leuchtenden Augen" dem Geld vorzieht. Ich wusste sofort als ich sie gesehen hab, dass diese Frau wirklich mit ihrem Herzen arbeitet und das ist einfach eine ganz tolle Einstellung. Ich bin wirklich froh, dass wir ihr und den Kindern eine so große Freude machen konnten.
Am Wochenende fuhren wir dann auf die Insel "Beachcomber Island", wo wir eine super lustige Zeit verbrachten. Dennoch find ich es immer wieder ein bisschen schade, dass so viele Touristen zuhause erzählen "Ich war auf Fidschi" ohne das wahre Leben auf Fidschi richtig kennengelernt zu haben.
Dienstag waren wir dann zu einem Hindi Gebet bei unseren Nachbarn eingeladen und meine Gastmama nutzte gleich wieder die Chance mich in einen blinkenden und glitzernden Sari zu stecken :D Nach dem zweistündigen Gebet und mehreren Gesängen gab es dann jede Menge indisches Essen, das auch indisch, also mit den Händen, gegessen wurde. Während die anderen Gäste schon aufgegessen hatten, kämpfte ich -wie seit meinen 8 Wochen hier- damit, den Reis und die verschiedenen Currysorten von meiner Nase zu wischen und nicht im ganzen Gesicht zu verteilen :D
Heute haben wir einen Workshop und am Wochenende beginne ich dann meine Souvenirjagd, denn so viele Tage habe ich ja hier gar nicht mehr, bevor es zurück nach Deutschland geht. Die Zeit vergeht so schnell, aber ich bin mir ganz sicher, dass ich nächstes Jahr zurückkomme und alle besuche
Bis bald und ich hab euch lieb
Eure Patti

3.9.15 01:32, kommentieren